Filamentfluss kalibrieren
Mit diesem Flow-Rechner kannst du den passenden Flow-Faktor für dein Filament direkt auf der Druckwerkstatt-3D-Seite berechnen. Trage deinen Zielwert, den aktuellen Flow und mehrere gemessene Wandstärken ein. Das Ergebnis wird automatisch aktualisiert.
Die ursprüngliche Rechner-Idee stammt von Alexander Munz. Vielen Dank für seine Arbeit und den ersten Rechner. Auf dieser Basis entsteht hier eine weiterentwickelte, kompaktere Version für die Druckwerkstatt 3D.
Flow-Rechner
Neuen Flow-Faktor berechnen
Zielwert, aktuellen Flow und deine Messwerte eintragen. Du brauchst mindestens vier Messwerte, bis zu zwölf sind möglich.
Komma und Punkt funktionieren. Beispiel: Zielwert 0,45 mm und aktueller Flow 1,00.
Messwerte
4 WerteSo nutzt du den Rechner
- Drucke einen offenen Kalibrierwürfel im Spiralvasenmodus mit definierter Wandstärke, zum Beispiel 0,45 mm.
- Miss die tatsächliche Wandstärke an mehreren Stellen mit einer Bügelmessschraube oder einem anderen präzisen Messgerät.
- Trage Zielwert, aktuellen Flow-Faktor und deine Messwerte in den Rechner ein.
- Übernimm den neuen Flow-Faktor in deinem Slicer und prüfe das Ergebnis mit einem zweiten Testdruck.
Warum Flow-Kalibrierung wichtig ist
Der Filamentfluss, auch Flowrate genannt, beschreibt, wie viel Material dein Drucker tatsächlich extrudiert. Ist der Flow zu hoch, entstehen oft Überextrusion, ungenaue Wandstärken oder unsaubere Oberflächen. Ist er zu niedrig, können Lücken, schwache Bauteile oder matte, ungleichmäßige Flächen entstehen.
Die manuelle Messung ist besonders nützlich bei transparenten, gefüllten oder optisch auffälligen Filamenten. Dort können automatische Kalibrierungen unzuverlässig sein, während Messwerte eine klare Grundlage liefern.
Typische Einsatzfälle
- Transparentes PETG: Visuelle Kontrolle ist schwer, Messwerte sind zuverlässiger.
- Glitzer-, Marmor- oder gefüllte Filamente: Materialeffekte können automatische Systeme irritieren.
- Technische Bauteile: Exakte Wandstärken helfen bei Passungen, Stabilität und reproduzierbaren Ergebnissen.
Fazit
Eine saubere Flow-Kalibrierung ist ein einfacher Weg zu konstanteren 3D-Druckergebnissen. Mit wenigen Messwerten bekommst du einen konkreten Flow-Faktor, den du direkt in deinem Slicer testen kannst.