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Color Mixing in Bambu Studio: Aus Blau und Gelb wird tatsächlich Grün

Bambu Studio Tutorial

Color Mixing in Bambu Studio: Aus Blau und Gelb wird tatsächlich Grün

Bambu Studio hat eine neue Color-Mixing-Funktion bekommen. Damit lassen sich aus bereits geladenen Filamenten optisch neue Farbtöne erzeugen. Die Idee klingt simpel: Blau und Gelb ergeben Grün, Gelb und Rot ergeben Orange. Doch funktioniert das im 3D-Druck wirklich überzeugend?

Zum vollständigen Video: Color Mixing in Bambu Studio ansehen

Die wichtigsten Punkte im Überblick

Optische Mischung

Die Filamente werden nicht physisch vermischt, sondern schichtweise kombiniert.

Neue Farbtöne

Aus Blau und Gelb entsteht optisch Grün, aus Gelb und Rot ein überraschend gutes Orange.

Gezielte Verläufe

Farbwechsel lassen sich im Slicer bewusster steuern als bei Rainbow-Filament.

Effizienzfrage

Viele Farbwechsel kosten Zeit und erzeugen bei AMS-Systemen zusätzlichen Spülabfall.

Keine echte Farbmischung, aber ein überraschend guter Effekt

Beim Color Mixing werden die Filamente nicht physisch miteinander vermischt. Stattdessen druckt der Slicer unterschiedliche Farben schichtweise übereinander.

Aus kurzer Entfernung bleiben die einzelnen Layer teilweise sichtbar. Mit etwas Abstand entsteht jedoch ein neuer Farbeindruck. Das Auge nimmt die getrennten Schichten nicht mehr eindeutig wahr und interpretiert sie als gemischte Farbe.

Im Video teste ich unter anderem Grün aus Blau und Gelb, Orange aus Gelb und Rot, gezielt angelegte Farbverläufe, unterschiedliche Mischungsverhältnisse und die Auswirkungen auf Druckzeit und Materialverbrauch.

Gerade das Orange hat mich deutlich stärker überrascht, als ich erwartet hatte.

Farbverläufe gezielt steuern

Besonders interessant ist die Möglichkeit, Farbverläufe bewusst im Slicer zu erzeugen. Rainbow-Filamente bieten zwar ebenfalls wechselnde Farben. Der Verlauf ist dort aber durch die Filamentrolle vorgegeben.

Mit Color Mixing lässt sich deutlich genauer bestimmen, wo ein Farbwechsel beginnt und wie stark die einzelnen Farben sichtbar werden. Das eröffnet interessante Möglichkeiten für dekorative und personalisierte Drucke.

Spannende Anwendungen

  • Vasen und dekorative Objekte
  • Figuren und kleine Display-Modelle
  • Lampenschirme und transluzente Effekte
  • Geschenke und personalisierte Produkte
  • Kleinserien mit gezielt gesteuerten Farbverläufen

Der große Haken: Effizienz

Color Mixing funktioniert grundsätzlich auch mit klassischen AMS-Systemen. Wirklich effizient ist es dort aber nicht immer.

Bei jedem Farbwechsel muss Material gespült werden. Das kostet Zeit und erzeugt Abfall. Besonders bei Modellen mit vielen Wechseln kann die Druckdauer stark ansteigen.

Interessant wird die Funktion deshalb vor allem mit Druckern, die mehrere Werkzeugköpfe oder besonders effiziente Wechselmechanismen besitzen. Auch mehrere identische Modelle gleichzeitig zu drucken kann sinnvoll sein: Die Farbwechsel fallen pro Schicht nur einmal an und verteilen sich dadurch auf mehrere Bauteile.

Lohnt sich Color Mixing wirklich?

Color Mixing ersetzt nicht jede Filamentrolle. Wer regelmäßig einen bestimmten Farbton benötigt, fährt mit einer passenden Spule meistens schneller und günstiger.

Spannend wird die Funktion vor allem dann, wenn eine Farbe nur selten gebraucht wird, ein individueller Farbton entstehen soll oder gezielte Farbverläufe wichtiger sind als maximale Geschwindigkeit.

Color Mixing lohnt sich besonders, wenn

  • eine Farbe nur selten gebraucht wird
  • ein individueller Farbton entstehen soll
  • gezielte Farbverläufe gewünscht sind
  • dekorative Effekte wichtiger sind als maximale Geschwindigkeit
  • mehrere Modelle gleichzeitig gedruckt werden

Fazit

Die neue Color-Mixing-Funktion ist deutlich mehr als nur eine Spielerei. Die Ergebnisse sind nicht perfekt und aus der Nähe teilweise als einzelne Farbschichten erkennbar. Mit etwas Abstand funktioniert der Effekt aber erstaunlich gut.

Im Video zeige ich die Einrichtung direkt in Bambu Studio, die gedruckten Ergebnisse und die Frage, für welche Drucker und Anwendungen sich Color Mixing wirklich lohnt.

Video auf YouTube ansehen

Welche Farbkombination würdest du ausprobieren?

Blau und Gelb zu Grün ist der naheliegende Test. Gelb und Rot zu Orange hat mich im Ergebnis aber fast noch mehr überrascht. Spannend wären außerdem Verläufe aus transparenten Filamenten, Pastelltönen oder kräftigen Kontrastfarben.